Niederländische Antillen


Als Niederländische Antillen wird ein Teil der Kleinen Antillen bezeichnet. Im juristischen Sinne existieren die Niederländischen Antillen nicht mehr. Es handelt sich dabei um eine Gruppe mehrerer karibischer Inseln, die von 1948 bis 1954 eine Kolonie der Niederlande war. Anschließend bekamen sie den Status als Land innerhalb des Königreiches der Niederlande.

Am 10. Oktober 2010 wurden die Niederländischen Antillen als Land offiziell aufgelöst. Heute bezeichnet man die Inseln nicht mehr als Niederländische Antillen, sondern als Niederländische Karibikinseln. Gemeint sind diese sechs Inseln:

Curacao, Sint Maarten und Aruba haben seitdem den Status als autonomes Land im Königreich der Niederlande. Anders als Curacao und Sint Maarten erhielt Aruba bereits am 31. Dezember 1985 den Status als autonomes Land.

Die Inseln Bonaire, Sint Eustatius und Saba sind seitdem Teil der Niederlande. Sie sind aber nicht vollständig in die Niederlande integriert worden, sondern gelten als „Besondere Gemeinden“ innerhalb der Niederlande. Als solche bilden sie ein eigenständiges Rechtsterritorium und sind nicht an die Gesetzgebung der Niederlande gebunden. Aus diesem Grund sind sie auch kein Teil der Europäischen Union. Da sie formal jedoch noch Teil der Niederlande sind, werden diese drei Inseln auch als „Karibische Niederlande“ bezeichnet.