Sprachreisen Karibik


Sprachreisen sind eine gute Möglichkeit, um einen Einblick in die Vielfalt der Karibik zu erhalten und gleichzeitig seine Fremdsprachenkenntnisse zu erweitern. Die Zahl der deutschen Sprachreisenden beläuft sich auf weit über 100.000 pro Jahr.

Zu den häufigsten Fremdsprachen, die im Zuge einer Sprachreise erlernt werden, gehören Englisch, Spanisch und Französisch. Da alle diese Sprachen auch in der Karibik gesprochen werden, eignen sich die Inseln hervorragend für Sprachaufenthalte.

Französisch lernen in der Karibik

Was sind Sprachreisen?

Sprachreisen sind Reisen, die dazu dienen, eine bestimmte Fremdsprache zu erlernen, auszubauen oder zu festigen. Auf einer Sprachreise erhält der Reisende in der Regel Fremdsprachenunterricht an einer Sprachschule oder Universität.

Sprachaufenthalte können individuell oder durch einen Sprachreiseveranstalter organisiert werden. Dieser organisiert die Anreise und gibt Auskunft über die Unterkunftsmöglichkeiten, die Sprachschule und das Programm der Schule.

Häufig wird von den Sprachreiseveranstaltern ein komplett organisiertes Reisepaket angeboten, welches aus den Hauptreiseleistungen Beförderung, Unterkunft sowie Sprachunterricht, der sich auf 15 bis 30 Wochenstunden beläuft, besteht.

Welche Vorteile haben Sprachreisen?

Der große Vorteil einer Sprachreise ist, dass man eine Fremdsprache in ihrer natürlichen Umgebung erlernt. Anders als gewöhnlicher Fremdsprachenunterricht in Deutschland, findet der Sprachunterricht im Wunschland statt und wird von einem Muttersprachler durchgeführt.

Da man auch außerhalb der Sprachschule in der Sprache des Aufenthaltslandes kommunizieren muss, wird die Fremdsprache besonders schnell, effektiv und mit vergleichsweise geringem Lernaufwand erlernt. Häufig werden Sprachreisende bei Gastfamilien untergebracht, was den Lernprozess ebenfalls beschleunigt und zudem einen Einblick in das authentische Leben des Aufenthaltslandes ermöglicht. Im Gegensatz zur Pauschalreise, lernt man die Gepflogenheiten und Kultur des Landes viel besser kennen.

Besonders für junge Sprachreisende ist ein Auslandsaufenthalt eine tolle Möglichkeit, um selbstständiger und selbstbewusster zu werden. Man lernt viele Leute verschiedenster Nationalitäten kennen, findet Freunde fürs Leben und kann unvergessliche Abenteuer erleben. Zudem besteht bei universitär organisierten Sprachreisen die Möglichkeit der finanziellen Förderung durch Stipendien (Erasmus, Promos).

Welche Arten von Sprachreisen gibt es?

Sprachreisen kann man auf verschiedene Weisen realisieren. Hier sehen Sie die häufigsten Reisearten einer Sprachreise:

1. Sprachreise als Pauschalreise

Bei einer Sprachreise als Pauschalreise erfolgt die Buchung und Organisation durch einen Sprachreiseveranstalter. Der Veranstalter bündelt alle Reiseleistungen (Beförderung, Unterkunft, Sprachschule) zu einem Gesamtpaket und haftet gleichzeitig für alle Leistungen, d.h. dass im Falle von Reisemängeln der Veranstalter Ansprechpartner ist.

Der große Vorteil den pauschale Sprachreisen haben ist, dass man komplett versichert ist und sich um nichts weiter kümmern muss. Alleine in Deutschland gibt es etwa 150 verschiedene Sprachreiseveranstalter. Mehr Infos erhalten Sie auf der Seite des Fachverbandes Deutscher Sprachreiseveranstalter.

2. Sprachreise durch Vermittlung

Hier vermittelt der Sprachreisevermittler lediglich die Leistungen Dritter (Flug, Wohnung, Sprachschule). Im Unterschied zum Reiseveranstalter haftet der Vermittler nicht für Reisemängel wie beispielsweise Ausfälle oder Änderungen bezüglich des Aufenthaltes. Als Ansprechpartner treten die jeweiligen Leistungsträger in Erscheinung.

Der Sprachreisevermittler gibt Informationen der Sprachschule weiter und stellt die gewünschten Leistungen zusammen bzw. bezieht diese vom Reiseveranstalter. Die Buchung wird entsprechend an den Veranstalter oder jeweiligen Leistungsträger weitergeleitet, wodurch der Vermittler im Normalfall eine Provision von den Partnerunternehmen erhält.

3. Sprachreise als Individualreise

Die individuelle Sprachreise wird vom Reisenden selbst organisiert. Die gewünschten Leistungen werden bei den jeweiligen Leistungsträgern einzeln gebucht (Flug, Unterkunft, Sprachschule) und individuell zusammengestellt. Unterkünfte werden häufig auch von den Sprachschulen selbst zur Verfügung gestellt.

Der Vorteil einer selbst organisierten Sprachreise ist die hohe Flexibilität, die der Reisende hat. Zudem ist diese Reiseart meist weitaus günstiger, als professionell organisierte Sprachreisen. Allerdings trägt der Reisende hier auch einen höheren organisatorischen Aufwand sowie eigene Verantwortung.

4. Sprachreise als Studienaufenthalt

Viele Schüler oder Studenten entscheiden sich während ihrer Schulzeit oder des Studiums für einen Auslandsaufenthalt. Viele Universitäten bieten sechs- oder zwölfmonatige Austauschprogramme mit Partnerunis in der Karibik an. Durch Stipendien werden solche Aufenthalte teilfinanziert. So erhält der Sprachreisende Geldmittel für Flug und Unterkunft, welches monatlich oder einmalig vor dem Aufenthalt überwiesen wird. Die Höhe des Stipendiums richtet sich nach akademischem Grad und Zielland. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten sind das Auslands-Bafög oder Studienkredite.

Wer als Student an solchen Austauschprogrammen teilnehmen möchte, muss an einer Universität immatrikuliert sein und häufig auch Grundkenntnisse in der entsprechenden Fremdsprache nachweisen können. Die Bewerbung erfolgt beim akademischen Auslandsamt der Universität und muss Unterlagen wie Lebenslauf, Motivationsschreiben, Nachweise über Sprachkenntnisse (DAAD-Sprachzeugnis) sowie akademische Gutachten vom Dozenten beinhalten.

Sprachreisen in die Karibik

Studenten können im Zuge eines Auslandssemesters einige Karibikinseln besuchen. So gibt es beispielsweise in Kuba Partner-Universitäten, die mit deutschen Unis in Verbindung stehen und entsprechende Austauschprogramme anbieten. Die Karibikinsel ist bei ausländischen Studierenden vor allem wegen seiner medizinischen Ausbildung beliebt. So kommen jedes Jahr zahlreiche angehende Ärzte nach Kuba, um dort an den Universitäten des Landes ausgebildet zu werden und nebenbei ihr Spanisch aufzubessern.

Weitere Karibikinseln, auf denen die Möglichkeit besteht, ein Auslandssemester zu absolvieren sind Haiti (Französisch), Jamaika (Englisch) sowie die Dominikanische Republik, in der ebenfalls Spanisch als Amtssprache gesprochen wird. Wer sind für ein Auslandssemester in Kolumbien entscheidet, kann im Zuge seines Aufenthaltes die vorgelagerten Karibikinseln Providencia und San Andrés besuchen.

Da einige Inseln der Karibik zur Europäischen Union gehören, können Auslandsaufenthalte im Zuge des Erasmus-Programms, ein EU-Förderprogramm für Studienaufenthalte und Auslandspraktika im Rahmen des Studiums, erfolgen. Entsprechende Partnerunis befinden sich auf den französischen Inseln Martinique sowie Guadeloupe.

Mittlerweile werden Sprachkurse sogar auf Kreuzfahrten angeboten. Alternativ können Sprachreisen in die Karibik in Form von Praktika, Freiwilligenarbeit oder Entwicklungshilfe realisiert werden. Beliebte Projekte sind Sozialarbeit in Jamaika, Haiti, Santa Lucia und Kuba sowie Naturschutzprojekte in Belize oder auf den Bahamas.

Welche Sprache auf welcher Insel?

In der Karibik findet sich ein riesiges Konglomerat an Sprachen. Neben den zahlreichen indigenen Sprachen, sind Kreolsprachen in Gebrauch, die aus Elementen verschiedener Sprachen bestehen. Zu den drei offiziellen Amtssprachen in der Karibik zählen Englisch, Spanisch und Französisch.

Auf einigen Inseln werden zwei oder mehrere Sprachen nebeneinander gesprochen, wie beispielsweise in Puerto Rico, wo neben dem Englischen auch Spanisch als Amtssprache zählt.

Spanisch Englisch Französisch
Kuba Jamaika Guadeloupe
Dominikanische Republik Trinidad & Tobago Martinique
Providencia Antigua & Barbuda St. Barth
San Andrés Barbados Saint Martin
Cozumel Jungferninseln Haiti
Belize St. Vincent & die Grenadinen
Islas de la Bahía Grenada
Puerto Rico Puerto Rico
Dependencias Federales Turks- & Caicos-Inseln
Nueva Esparta Kaimaninseln
Islas del Maíz Montserrat
Bahamas
Anguilla
St. Kitts & Nevis

 

Neben den englischsprachigen Außengebieten der USA und Überseegebieten der UK sowie den Französischen Antillen und spanischdominierten Inseln, gibt es in der Karibik die ehemaligen Niederländischen Antillen, die jetzt autonome Länder innerhalb des Königreiches der Niederlande sind. Aus diesem Grund ist auch Niederländisch in der Karibik präsent, und zwar auf den Inseln Aruba, Bonaire, Curaçao (ABC-Inseln), Sint Maarten, Saba und Sint Eustatius.